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Donnerstag, 23. April 2015

Der Tod, der Hase, die Unsinkbare und ich

Hey meine Lieben, 
 
euch ist sicherlich aufgefallen, dass es letzte Woche keine Rezension gab. 
Das lag natürlich nicht daran, dass ich keine Lust hatte eine zu schreiben, sondern dass ich mich von einer Weisheitszahnoperation erholen musste und voll mit Schmerzmitteln leider nicht dazu in der Lage war. 
Dafür habe ich heute eine echte Freude für alle, die Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens gelesen haben (was hoffentlich ganz viele von euch haben, da das Buch großartig ist)

Der Tod, der Hase, die Unsinkbare und ich

Sebastian Niedlich
 84 Seiten
dotbooks Verlag


Beschreibung:

»Hast du heute wieder deinen Klugscheißertag?«, giftete ich den Tod an. Er grinste. »Stelle ich die dummen Fragen oder du?«

Man kann sich seine Freunde nicht aussuchen. Das weiß niemand so gut wie Martin, denn sein bester Kumpel ist… der leibhaftige Tod. Nicht ganz einfach – aber was soll man machen? Immerhin lernt Martin so die interessantesten Orte der Welt und ihre Bewohner kennen. Beispielsweise auch den Osterhasen. Allerdings hat dieses Zusammentreffen für alle Beteiligten unerwartete Folgen. Noch überraschender ist, dass es eine Frau gab, die der Tod nicht vergessen kann. Dabei ist es schon über 100 Jahre her, dass er ihr an Bord der Titanic begegnete…

Zwei schwungvolle Geschichten voller schwarzem Humor – und ein Lesevergnügen mit hohem Bildungsanspruch. Oder wussten Sie etwa schon, dass der Tod ständig Ob-La-Di Ob-La-Da pfeift?
Amazon

Inhalt:

Endlich gibt es wieder ein Buch rund um Martin und seinem Freund dem Tod. Es handelt sich hierbei nicht um eine Fortsetzung, wie der Autor im Vorwort klar deutlich macht (absolut lesenswert), sondern um eine Art Midquel. Also zwei Geschichten die während des ersten Buches spielen.
Die erste Geschichte handelt von einem Abenteuer in einer Kinderkrebsstation, das eigentlich überhaupt nicht lustig beginnt. Schließlich muss der Tod dort seine Arbeit erledigen. 

Passend zum Erscheinungstag des Buches (26. März), erscheint dort aber der Osterhase und jagt Martin einen ganz schönen Schrecken ein. Besonders, da er so überhaupt nicht mit seiner Vorstellung übereinstimmt. Noch schlimmer wird es aber, als dieser direkt vor Martins Augen stirbt. Wer soll jetzt all die Eier verteilen?
Dies ist eine sehr kurze, aber wirklich amüsante Geschichte. Der Osterhase ist großartig und hat mich wirklich zum Lachen gebracht. Die Interaktionen zwischen Martin und Tod versetzen einen sofort wieder zurück in den ersten Teil.

 
Das eigentliche Herzstück dieses Buches ist jedoch die zweite und auch deutlich längere Geschichte. Hier bekommt Tod eine völlig neue, menschlichere Dimension, als er von seinen Erlebnissen rund um die Titanic erzählt. Dabei ist die Geschichte nicht nur spannend und gewohnt lustig, sondern auch äußerst lehrreich. Wie Martin lernt man viele Dinge über die Titanic, die man so nicht kannte, denn seien wir ehrlich, viel weiß man doch nur durch den Film. All das wird außerdem gepaart mit einer sehr schönen Lebens- und einer kleinen Liebesgeschichte.

Fazit:

Eine wirklich schöne Fortsetzung, die eigentlich keine ist. Der Schreibstil und der Humor mit dem ernste Themen verpackt sind, sind genauso gut wie im ersten Buch. Gerade bei Auftragsarbeiten fehlt es oft an Liebe beim Schreiben, jedenfalls habe ich beim Lesen oft das Gefühl, insbesondere bei Fortsetzungen. Doch hier lässt sich nichts davon erkennen. Das Buch macht genauso viel Freude wie auch der erste Roman gemacht hatte. Das einzige Problem ist, dass die Geschichten viel zu kurz und somit einfach zu schnell wieder vorbei sind.


So was war die Rezension. Da ich finde jeder sollte dieses Buch lesen, ich am Sonntag Geburtstag habe und Freude gerne teile und anlässlich des Welttag des Buches, verlose ich eine Exemplar von Ich, der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens.

 
Was ihr dafür tun müsst?
Kommentiert diesen Beitrag einfach und erzählt kurz eine Anekdote aus eurem Leben. 

Was würdet ihr, als den Höhepunkt eures Lebens bezeichnen? 

Nächsten Donnerstag ziehe ich dann unter allen Einträgen einen Gewinner, der dieses tolle Buch in den Händen halten darf. 
Also macht mit! 


Copyright © Julia
 

Donnerstag, 16. Mai 2013

Die Klaviatur des Todes




Michael Tsokos

  Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  Verlag: Droemer (1. März 2013)
Sprache: Deutsch

 

Inhalt: 

Der Rechtsmediziner Michael Tsokos wird immer dann zu Rate gezogen, 
wenn bei der Aufklärungsarbeit rechtsmedizinische Expertise benötigt wird. 
Seine Aufgabe ist es, das aufzudecken, 
was der Tote noch alles zu erzählen hat, auch wenn er es selbst nicht mehr kann. 
Unglaublich realistisch schildert Tsokos in diesem Buch verschiedene reale Fälle, mit denen er sich jeden Tag auseinandersetzten muss. 
Er und seine Kollegen führen die einzelnen Teile zusammen und schaffen es so ein Gesamtbild zu erschaffen, ohne das eine Aufklärung unmöglich wäre.




Beschreibung:

Das Buch ist in mehrere Kapitel geteilt, welche wiederum verschiedene Geschichten beinhalteten. Grob lässt sich das Buch in vier verschiedene Themen trennen.
Im ersten Teil dreht es sich um gewalttätige Morde und um den Umgang mit der Frage, ob diese geplant oder spontan geschehen. So dreht sich die erste Geschichte zum Beispiel um den Puzzle-Mörder, der Leichenteile in Koffern und Tüten entsorgt hat. Der zweite Teil dreht sich um natürliche Todesarten und vor allem um Kohlenmonoxydvergiftungen. Es zeigt, wie schnell man eigentlich Opfer einer solchen wird. Der dritte Teil erzählt die ungewöhnliche Geschichte eines kleinen kranken Jungen. Das letzte Kapitel hat vor allem Sexualmorde zum Thema.
Außerdem werden noch andere Dinge thematisiert. So wird zum Beispiel dargstellt, wie man eigens zugeführte Verletzungen erkennt.

Außer der Darstellung verschiedener Fälle gibt es zwischendurch einige sehr Lehrreiche Informationen über den Beruf des Rechtsmediziners. So erfährt man unter anderem, dass
Die Rechtsmedizin ihren Wurzeln in Deutschland hat und die deutschen Ärzte noch immer führend auf diesem Gebiet sind.

Die Fälle an sich lassen sich nicht so schrecklich lesen, wie es viele Thriller heutzutage tun, aber der Schrecken kommt, wenn man das Buch kurz beiseite legt und einem klar wird, dass diese Geschichte alle wahr sind. Dass Menschen sterben, weil sie ihren glühenden Grill
ins Schlafzimmer stellen, oder weil sie bloß zur falschen Zeit am falschen Ort war oder weil die Person denen man am meisten vertraut einem Schaden zufügt.
Genau diese Realität macht das Buch spannender und nervenaufreibender, als die meisten Thriller.


Fazit: 

Dies war mein erstes Buch von Tsokos, nachdem ich durch Abgeschnitten auf ihn aufmerksam wurde. Ich bin mir sicher, es wird nicht das letzte bleiben. Mich fasziniert das Berufsfeld des Rechtsmediziners und dieses Buch bietet einen interessanten und realistischen Einblick in dieses. Es ist informativ, erschreckend und spannend zugleich.
Eine Sache hat mich jedoch etwas gestört. Es gibt sehr viele Wiederholungen. Oft wird ein Fakt jedes Mal, wenn ein Fall damit zu tun hat noch mal ausgeführt. So weiß ich jetzt auswendig, welche Merkmale eine Kohlenmonoxydvergiftung hat. Das wäre nicht nötig gewesen, da man dieses Buch einfach in einem Rutsch durchlesen muss.
Eine absolute Kaufempfehlung für alle, die gerne Sendungen wie CSI, Crossing Jordan etc. schauen

 Copyright © Julia